Was Yoga mit Coaching zu tun hat - und warum Selbstführung im Körper beginnt

Was hat Yoga eigentlich mit Coaching zu tun?
Auf den ersten Blick vielleicht nicht besonders viel.
Und doch begegnet mir immer wieder die Frage : "Was passiert eigentlich in mir, bevor ich handle?"
Vielleicht kennst du das:
Du gehst in ein schwieriges Gespräch und hast dir vorgenommen, ruhig und klar zu bleiben. Dann fällt ein Satz, der dich trifft. Plötzlich wird dein Atem flach. Deine Schultern spannen sich an. Du sprichst schneller. Du gehst in Verteidigung.
Die Situation entgleitet dir irgendwie.
Und obwohl du eigentlich weißt, wie du reagieren möchtest, tust du es in diesem Moment nicht.
Genau hier beginnt für mich die Verbindung von Yoga und Coaching.
- Coaching hilft uns, im Kopf zu verstehen.
- Yoga hilft uns, den Körper achtsamer wahrzunehmen.
Und aus dieser Verbindung entsteht etwas, das unglaublich wertvoll ist: die Fähigkeit, einen Moment zwischen Reiz und Reaktion zu schaffen. Looking at you, Mr. Viktor Frankl... 😉
Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. (Viktor Frankl)
Auch in der Führungs-Forschung wird zunehmend betrachtet, welche Rolle der Körper für authentische Führung spielt. Embodied Leadership nimmt dabei körperliche Wahrnehmung und Selbstregulation als Teil von Führungskompetenz in den Blick. (siehe hier)
Für mich bedeutet das nicht, dass wir vor jedem schwierigen Gespräch erstmal 20 Minuten Yoga machen müssen. 😉(Obwohl Yoga NIE eine schlechte Idee ist!)
Es bedeutet vielmehr:
Mein Körper ist nicht etwas, das ich auf dem Weg zu einer guten Entscheidung möglichst ausschalten sollte.
Mein Körper gibt mir Informationen.
Die Frage ist, welche Möglichkeiten ich habe, sie wahrzunehmen.
Hilfreiche Fragen könnten also sein:
Was nehme ich wahr? Und wie will ich den Moment bewusst führen?
Wenn dich das Thema interessiert, hör gern in meine neue Podcastfolge von Embodied Feminine Leadership: "Was Yoga mit Coaching zu tun hat – und warum Selbstführung im Körper beginnt."
Zum Schluss noch eine Überlegung: Vielleicht ist dein Körper nicht das Hindernis auf dem Weg zu einer guten Führungskraft. Vielleicht ist er ein Teil deiner Führungskompetenz.
Alles Liebe,
Julia




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